作品評論記事

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1+33 lights, Beobachtung auf Festposition
„Es dauert eine Weile, bis man aus den Geräuschen aus den Lautsprechern das unverkennbare Klicken einer gerade eingeschalteten Leuchtstoffröhre heraushört. Es erscheint langsamer als in der Wirklichkeit, fast wie in Zeitlupe, spitz und schrill, aber schöner als im schnöden Alltag. Die in Düsseldorf lebende Komponistin Yasuko Yui nennt ihre elektronische Sound-Kulisse „1+33 lights“. Auch im Stück „Beobachtung auf Festposition“ beschäftigt sich die Japanerin mit Geräuschen. Am Freitag hat das münstersche Ensemble Hörsinn dieses Werk für fünf Instrumente im Landesmuseum bei einem Konzert mit Werken von Komponistinnen aus NRW zur Uraufführung gebracht.
Rechts auf der Bühne reibt ein Bogen an der Feder einer Schreibtischlampe, dann dringt ein Kratzen aus dem Flügel auf der anderen Seite. Als würden sie zufällig entstehen, wirken die Klänge. Selbst wenn die Tuba unverhofft eine Melodie spielt und das Cello einen einzigen Oberton dagegenstellt. Das Stück fasziniert, weil es Chaos vorgaukelt, in
diesem aber kleine Inseln der Harmonie entstehen lässt. Dem Wirrwarr entlockt Yui eine unwiderstehliche Schönheit.“
(Heiko Ostendorf, 14.01.2008, Münstersche Zeitung)


„... Komponistin Yasuko Yui, ebenfalls im Landesmuseum anwesend, hatte ihre „Beobachtung auf Festpositionen" auf der Basis vertrackter Improvisationen aufgebaut. Dazu hatte sie lauter kleinere improvisierte Parts notiert und in eine neue Reihenfolge gebracht. Das Werk gab dem Ensemble Raum, jeden möglichen Sound aus den Instrumenten und auch aus Schreibtischlampe und Alufolienstreifen zu kitzeln. Ein spannendes Experiment, durch die trockene Akustik des Vortragssaals des Landesmuseums schön durchhörbar.“
(Heike Eickhoff, 13.01.08, Westfälische Nachrichten)


1+33 lights
„Zu einer Licht-Performance mit tropfenden Lichtpunkten und rot erleuchteten Buddha-Fratzen gestylt ist Yasuko Yuis 2-Kanal-Elektronik „1+33 lights“ ein Fest für Ohr und Auge, in der zum Schluss Schritte ins Nichts verhallen.“
(Armin Kaumanns, 21.07.2007, Rheinische Post, Düsseldorfer Kultur)